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Moots
ICC Competition
Berichte

Lars Dittrich:
3rd ICC International Commercial Mediation Competition, Paris

38 Cours Albert 1er, Paris. Zwischen den mondänen Häuserzeilen des 8. Arrondissements lehnt sich eine schlichte Fassade etwas unzugehörig zurück. Lässige Sicherheitsmänner hinter elektronischen Türen bestätigen den Eindruck hier nicht vor einem der üblichen Pariser Rep-räsentationsbau zu stehen.

Sprachgewirr surrt durch die Gänge. Reines pariser Französisch wird überdeckt durch Eng-lisch in verschiedensten Variationen. Nicht nur die britische Mundart ist zu hören, sondern vielmehr ein Gemisch aus dem ratternden indischen, dem weichen chinesischen und dem brei-ten amerikanischen Akzent. Kein Zweifel, hier sind Menschen aus den verschiedensten Regi-onen der Welt versammelt, die sich etwas zu sagen haben. Was sie von anderen unterscheidet, sie hören ihren jeweiligen Gegenübern auch zu. Ja, sie messen sich sogar darin und nehmen an einem Wettbewerb teil, der das Zuhören bewertet. Unmöglich?

Die International Chamber of Commerce (“ICC”) sieht das anders und ist dabei eine solche Konkurrenz zur jährlichen Tradition zu machen. Diese erfuhr vom 14. – 18. Februar 2008 ihre dritte Auflage. Natürlich geht es nicht um das reine Zuhören. Wettbewerbsdisziplin ist viel-mehr das friedliche Lösen eigener Konflikte mit Hilfe eines Dritten, ohne Entscheidungs-macht – die Mediation, genauer gesagt, die Wirtschaftsmediation. Diese hat ihren Ursprung als Technik zur alternativen Streitbeilegung (ADR) in heutiger Form im angelsächsischen Raum und gewann wegen der kurzen Erledigungsdauer, der geringen Kosten, der hohen Er-folgsquote  und der großen Zufriedenheit der Parteien mit dem erreichten Ergebnis in den letzten Jahren beständig an Bedeutung. So urteilt der Mediator David W. Plant gar: „We must talk, because we can“ . Zur Anwendung im internationalen Wirtschaftsleben bedarf es nun immer mehr gut ausgebildeter, erfahrener und interkulturell bewanderter Juristen. Um sie praktisch zu schulen und mediationsinteressierten Jurastudenten aus aller Welt die Chance zum gegenseitigen Kennenlernen und dem Fachgespräch mit erfahrenen Praktikern zu geben, rief die ICC 2006 einen Mediationswettbewerb nach dem Vorbild des Willem C Vis Moot Courts für Schiedsgerichtsbarkeit in Leben. Er soll die vom angelsächsischen Raum ausge-hende Mediationsbewegung weiter unterstützen und auch in Kontinentaleuropa, Asien und Südamerika bekannter machen und stärken. Nimmt man hierfür die Teilnehmerzahl als Indi-kator, ist der Wettbewerb ein Erfolg. Beginnend mit 13 Universitäten, stieg die Teilnehmer-zahl bisher kontinuierlich und wird im nächsten Jahr voraussichtlich bei 40 liegen.

Abbildung 1: Entwicklung der Teilnehmerzahl (Universitäten) an der Mediation Competition.

Übersicht

Bericht von L. Dittrich

Bericht von P. Tochtermann

Bericht von E. Hardegen

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